Feature: HTPC im Eigenbau: Media-Center & Konsolen-Ersatz

Durch die Verbreitung von digitalen Medien, finden sich Computer nicht mehr nur in Büros, sondern nehmen vermehrt den Platz von ganzen HiFi-Anlagen im Wohnzimmer ein. Solche Systeme werden in die Familie der Home-Theatre-PCs eingegliedert und sollen die Aufgaben von Media-Playern, Konsolen und diversen anderen Abspiel- respektive Endgeräten übernehmen. Doch wie sollte eine solche Konfiguration aussehen? In diesem Artikel führen wir anhand eines konkreten Beispiels aus, auf welche Faktoren bei der Wahl der entsprechenden Komponenten geachtet werden muss, verdeutlichen den Zusammenbau sowie die Optimierung und gehen auf diverse Herstellerlösungen auch in Bezug auf die Software ein. Dieses praktische Beispiel soll daher aufzeigen welche Möglichkeiten mit den heutigen, technischen Mitteln gegeben sind und an welcher Stelle eventuell Kompromisse eingegangen werden müssen.


Home-Theatre-PCs sind mittlerweile ein fester Bestandteil des modernen Wohnzimmers und ersetzen fortlaufend konventionelle Receiver, DVD- sowie Blu-ray-Player, Musik-Anlagen und nehmen sogar den Platz von Konsolen ein. So müssen Nutzer nicht mehr verschiedene Endgeräte bedienen, sondern können alle Funktionen der HiFi-Umgebung über ein System regeln. Mit der passenden Software kann aus dem HTPC problemlos ein ganzes Media-Center gezaubert werden. Natürlich lässt sich mit performanter Hardware auch deutlich mehr Leistung als die einer Konsole abrufen, um bei Gelegenheit moderne Spiele-Titel optisch ansprechend geniessen zu können. Doch welche Voraussetzungen muss ein solches System erfüllen, damit selbst anspruchsvolle Anwender auf ihre Kosten kommen?

Anhand einer konkreten Beispiel-Konfiguration gehen wir dieser Frage nach und schauen, welche Performance aktuelle Hardware-Lösungen bieten. Zudem erläutern wir, was bei der Auswahl der Komponenten zu beachten ist und zeigen den Aufbau sowie die Konfiguration des gesamten Systems auf. Um am Ende einen möglichst leistungsfähigen und geräuschlosen HTPC auf die Beine stellen zu können schauen wir uns ebenso das Optimierungspotenzial der gewählten Computer-Elemente bezüglich Overclocking und Effizienz an. Was also nötig ist, um ohne Kompromisse eine Konsole zu ersetzen, wird im Laufe des Artikels beantwortet.


Inhaltsverzeichnis

  1. HTPC im Eigenbau: Media-Center & Konsolen-Ersatz
  2. Komponentenwahl: Hardware
  3. Zusammenbau der Hardware
  4. BIOS konfigurieren
  5. Komponentenwahl: Peripherie
  6. AMD Dual Graphics / Hybrid Crossfire / Virtu MVP
  7. Performance-Benchmarks
  8. Temperaturen, Lautstärke & Leistungsaufnahme
  9. Overclocking & Undervolting
  10. Software & Remote-Steuerung
  11. Zusammenfassung/Fazit

Kommentare

Sehr, sehr guter und ausführlicher Artikel.
Schöne Hardware. Ich kann mich Alex nur anschließen; Ich würde es auch eher ohne Graka laufen lassen.
Und wenn dann eher eine kleine Grafikkarte für Party Spiele wie Fifa, Mortal Kombat etc.
Dann würde ich aber Kabellose Xbox Controller in Verbindung mit dem Reciever von Windows empfehlen.

Aber wirklich Top so ein Gerät, alles drin was haben will. Wer braucht da bitte einene "smart TV"?


P.S. Ich finde Holger sollte einen Gummipunkt für das Vorbildliche und geradezu perfektes Aufstreichen der WLP verdient

geschrieben am 10.10.2013 um 19:13 Uhr

perfekt, vielen Dank !

geschrieben am 11.10.2013 um 12:08 Uhr

Klasse, dass der Artikel gefällt. Beim Overclocking wird es noch ein Update geben, da der BCLK im AHCI-Mode durch den passenden AHCI-Treiber von AMD weiter angehoben werden kann.

Welche Rechner-Kategorie sollen wir im nächsten How-To behandeln? Gaming? Office? Was meint ihr?

geschrieben am 12.10.2013 um 10:07 Uhr

Da würde ich dann ganz klar Gaming sagen. ;)
Surf&Office PCs interessieren mich persönlich null.
Ich muss nicht wissen,was ein kleiner Celeron oder ein kleiner AMD A4 wirklich drauf haben.
Und ich denke im Office-Bereich wird sowieso sehr selten auf Eigenbau gesetzt.
Außer es handelt sich um Resteverwertung. :D
Da wäre es dann doch schon wieder interessant,wie sich ein alter Pentium,Core 2 Duo oder Athlon X2 gegen moderne Celerons,Pentium Gs oder A4s in Sachen Leistung und Verbrauch schlagen.

geschrieben am 12.10.2013 um 11:07 Uhr

Hallo,

die Konfiguration bestätigt so ungefähr meine eigenen HTPC aus dem August 2012. Die Nutzung war dabei nur als quasi Videorekorder gedacht, d.h. keine Spiele etc. sind vorgesehen.
Habe das etwas kleinere Board ASUS F2A85-M mit dem A10-5700 gewählt. Als CPU-Kühler verwende ich einen Cooler Master GeminII M4. Dazu 8 Gb Kingston ValueRam DDR1333 und eine 60GB SSD OCZ Vertex3 für Betriebssystem. Als Datenplatte verwende ich eine Western Digital AV-GP 2TB Festplatte, die für Videoaufnahmen optimiert ist. Dazu noch ein günstiger DVD-Brenner.
Eingebaut habe ich alles in ein schwarzes SilverStone Grandia GD06B.

Der Einbau in das Gehäuse ist etwas fummelig, aber es sieht wirklich gut aus im Regal. Für den Verwendungszweck würde vermutlich auch eine A8-APU genügen.

Als TV-Karte verwende ich eine Terratec Cinergy C mit der Terratec Aufzeichnungssoftware.

geschrieben am 14.10.2013 um 20:23 Uhr

Mir persönlich würde ja tatsächlich die kleine Zusammenstellung ohne dedizierte Grafikkarte am besten gefallen.Also rein zur Musik- und Videowiedergabe nutzend.

Na dafür reicht wirklich für 35 EUR der Ras Pi aus.
Der hängt an meinem TV und holt sich alle Daten entweder eh von seiner SD-Card , oder wenn nicht dann von nem USB-Stick , ner externen HDD oder aus Netzwerk. :lol

@test.
Schick gemacht, wie immer. Aber als HTPC wäre der mir auch schon :

1: zu teuer
2: zu stark

geschrieben am 16.10.2013 um 18:21 Uhr

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